Die Organuhr hilft Beschwerden zu deuten, die regelmäßig zu bestimmten Zeiten auftreten.
Alles im Leben hat seine Zeit.
Die Chronobiologie, eine Wissenschaft, die unsere inneren Taktgeber erforscht, fand heraus, dass eine "innere Uhr" die rhythmischen Vorgänge des Organismus steuert. Neben dem Schlaf gehören dazu auch Körperfunktionen wie Temperatur, Schmerzempfindung und Leistungsfähigkeit.
Mit diesem Thema beschäftigt sich seit Hunderten von Jahren auch die Traditionelle Chinesische Medizin. Sie interpretiert verschiedene Beschwerden nach ihrem zeitlichen Auftreten anhand einer Organuhr. Nach Auffassung der chinesischen Heilkunst durchlaufen alle Organe ständig jeweils zweistündige Phasen mit stärkerer oder schwächerer Aktivität. Und so kommt es zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten dazu, dass sich Anfälle verschiedener Krankheiten häufen.
Holz verbrennt und erzeugt das Feuer.
Die Asche nährt die Erde.
Die Erde verdichtet und birgt das Metall.
Metall verschmolzen fließt und erzeugt Wasser.
Wasser ernährt das Holz.
Wer ständig gegen seine innere Uhr lebt, tut sich auf Dauer keinen Gefallen.